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Brass On begeisterte die Zuhörer Mit dieser Resonanz hatten die Verantwortlichen des Evangelischen Posaunenchores GroĂ- Feldatal am vergangenen Sonntagabend nicht gerechnet. Schon lange vor dem Konzertbeginn war die Kirche gefĂŒllt und es mussten zusĂ€tzliche StĂŒhle gestellt werden um allen Besuchern eine Sitzgelegenheit zu schaffen. Traditionell lĂ€dt der Ev. Posaunenchor anlĂ€sslich seines Geburtstages zu diesem Adventskonzert ein und mit der Wahl von âBrass ON“ dem BlechblĂ€serensemble der Evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau hatte man genau ins Schwarze getroffen. Das in diesem Jahr neu gegrĂŒndete BlĂ€serensemble ist ein Auswahlchor und besteht aus BlĂ€serinnen und BlĂ€ser aus den Propsteien Oberhessen und Nordnassau, dafĂŒr steht auch das groĂe âO“ und das groĂe âN“ im Namen. So trifft man sich mehrmals im Monat um auf einem höheren Niveau musizieren zu können, als dies im eigenen Posaunenchor geschehen kann. Auch nehmen die Mitglieder dafĂŒr lĂ€ngere Anfahrten und fast tĂ€gliches hĂ€usliches Ăben in Kauf. Das sich diese MĂŒhen gelohnt haben, davon konnten sich die Zuhörer in der GroĂ-Feldaer Kirche am 1.Advent ĂŒberzeugen. Eine besondere Note erhielt der Auftritt, da mit Manfred Dreiucker und Dirk Weber gleich zwei BlĂ€ser aus dem GroĂ-Feldaer Posaunenchor mitwirkten. Ein bunt gemischtes Programm begeisterte die GĂ€ste des Konzerts. Werke aus der Renaissance bis zum Jazz und Filmmusiken, von Bach bis zu den Beatles und Comedian Harmonists, fĂŒr jeden Musikgeschmack war etwas dabei und auĂerdem stimmte man sich mit AdventschorĂ€len und Lesungen auf die nahende Weihnachtszeit ein. Nach dem EröffnungsstĂŒck âLa Mourisque“ von Tilman Susato begrĂŒĂte Herbert Schott, Vorsitzender der Kirchengemeinde GroĂ-Felda und Chorleiter des heimischen Chores die GĂ€ste, wobei er das Orchester unter der Leitung von Landesposaunenwart Albert Wanner besonders hervorhob und ihnen fĂŒr ihre spontane Zusage zur Gestaltung der Adventsmusik in diesem Jahr dankte. Danach folgten ein Vorspiel und der Choral âSingt dem Herrn und lobet ihn“ von Ralf Grössler, die Fuge aus dem âMagnificat“ und âBist du bei mit“ von Johann Sebastian Bach, sowie âIl est bel et bon“ von Pierre Passereau. Bereits hier wurde den GĂ€sten deutlich welches Niveau dieses Ensemble bereits seiner Zeit der GrĂŒndung erreicht hat. Saubere Intonation in allen StĂŒcken, die bestechende Sicherheit der einzelnen Solisten, die weichen ĂbergĂ€nge vom Crecendo ins Decrescendo und umgekehrt und vor allem die Harmonie untereinander und auch mit dem Schlagzeug. Nach dem gemeinsam gesungenen Adventschoral âMacht hoch die TĂŒr“ und zwei Lesungen folgten zunĂ€chst bekannte Melodien. Brass ON spielte zunĂ€chst aus der kleinen Nachtmusik von Mozart die SĂ€tze Allegro-Andante (Romanze)-Menuetto (Allegretto) und Rondo (Allegro). LPW Albert Wanner verstand es in seiner unnachahmbaren Art den Zuhörern die einzelnen StĂŒcke zu erklĂ€ren und sie fĂŒr sich zu gewinnen. Kleine Anekdoten zu den Komponisten lockerten das ganze Konzert wohltuend auf und gaben den Musikern Zeit sich von den Anstrengungen zu erholen. Es folgten das Adagio aus âJahreszeiten“ der Winter von Antonio Vivaldi und ein Allegro von G.B. Sammartini. Das nĂ€chste StĂŒck âEl Condor pasa“ entfĂŒhrte die Zuhörer in die Anden, nach Peru in SĂŒdamerika. Mit âTochter Zion“ als Vorspiel und Choral in drei Strophen mit einer Oberstimme in der letzten Strophe war der erste Teil des Konzert beendet. Dieses StĂŒck verlangte gerade von dem Solisten der Oberstimme groĂes Können im Bezug auf Tempo und Tonhöhe, welches dieser auch mit Bravour bestand. Mit starkem Beifall ging es in die Pause, wo das Geburtstagskind die GĂ€ste zu einem Sektempfang in das benachbarte Gemeindezentrum eingeladen hatte. Diese Idee fand bei Allen einen groĂen Anklang und sollte bei zukĂŒnftigen Konzerten fortgefĂŒhrt werden. Nach Brasilien ging es dann sofort nach der Pause weiter. Mit der Samba âAquarela do Brasil“ kam sofort wieder die richtige Stimmung und Begeisterung auf, die mit âYesterday“ von den Beatles, dem StĂŒck âThe Groover“ und einem Vorspiel und Choral âIch lobe meinen Gott von ganzem Herzen“ von Lionel Haas seine Fortsetzung fand. Eine weitere Lesung zum 1. Advent lieĂ die Zuhörer wieder zur Ruhe kommen bevor dann der heitere Teil des Abends eingeleitet wurde. LPW Wanner erzĂ€hlte den GĂ€sten die Geschichte von Rudolph dem kleinen Rentier, das erst nachdem es der Weihnachtsmann zum Ziehen seines Schlittens ausgewĂ€hlt hatte, bei seinen Freunden die Anerkennung fand, die es schon vorher sich gewĂŒnscht hatte. Es folgte das Weihnachtslied âRudolph the rednosed Raindeer“ von Dankwart Schmidt komponiert und danach fĂŒhlten sich die Zuhörer mit den StĂŒcken âWas machst du mit dem Knie lieber Hans“ von Richard Fall und âGuck doch nicht immer nach dem Tangogeiger“ von Friedrich HollĂ€nder in die Zeit der Tanzcafes zurĂŒckversetzt. âMein kleiner grĂŒner Kaktus“ und âEin Freund ein guter Freund“, bekannt geworden durch die Comedian Harmonists beendeten das fast zweistĂŒndige Konzert. Die Besucher dankten es den Musikern mit lang anhaltendem, stehendem Applaus und begeisterten âZugaberufen“, die dann natĂŒrlich noch gegeben wurde. Ein toller Konzertabend ging zu Ende und die Wahl der StĂŒcke, sowie auch die gekonnten, von Fachverstand geprĂ€gten lockeren ErlĂ€uterungen von LPW Wanner haben gezeigt, dass man genau den Nerv der Zuhörer getroffen hatte und gerade auch so GotteshĂ€user fĂŒllen kann und Kirche lebendig halten kann. Man kann es nicht verstehen, dass es in unserem Posaunenwerk Menschen gibt, die sich hier sehr antiquiert verhalten und unseren Posaunenwarten Albert Wanner und Frank Vogel immer wieder die Arbeit in den Chören erschweren, so Chorleiter Herbert Schott abschlieĂend. Diese Herren sollten einmal solche Konzerte und die Resonanz beim Publikum live miterleben um dadurch mehr FlexibilitĂ€t in ihrem Denken und teilweise auch Handeln zu erreichen. Die BlĂ€serinnen und BlĂ€ser des Posaunenchores GroĂ-Felda feierten im Anschluss an das Konzert noch mit ihren Kolleginnen und Kollegen von âBrass ON“ noch bis um Mitternacht ihren diesjĂ€hrigen Geburtstag.
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