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Das Bläserwochenende |
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Feldatal Groß-Felda (ts). Der evangelische Posaunenchor Groß-Felda mit seinen fast 40 Bläserinnen und Bläsern ist in der Gemeinde Feldatal und darüber hinaus für seine vielfältige Musik beliebt und bekannt. Neben den traditionellen kirchlichen Aufgaben und der damit verbundenen Choralmusik ist die Volksmusik mit Märschen, Walzern und Polkas das derzeit zweite Standbein des Chores. In der Posaunenchorliteratur nehmen in den letzten Jahren die Musikangebote von swingender Musikstündig zu und diese Rhythmen finden bei den Zuhörern und auch besonders bei der jüngeren Bläsergeneration immer mehr Freunde. Um von diesem Trend nicht abgehängt zu werden, entschloss man sich im Posaunenchor diese neuen Wege mitzugehen. Der Start in diese neue Stilrichtung begann nun mit einem Bläserwochenende unter Leitung eines Profis, des Landesposaunenwart (LPW) Albert Wanner. Chorleiter Herbert Schott, selbst ein Neuling auf diesem Gebiet, hatte gemeinsam mit Dirk Weber und LPW Wanner die Literatur für dieses Wochenende ausgesucht und entsprechend vor- und aufbereitet. Bereits am Freitagnachmittag reisten die 30 Bläserinnen und Bläser aus dem Feldatal nach Homberg-Hülsa im Knüllwald an. Im “Assa von Kram Haus”, einer Einrichtung der Evangelischen Militärseelsorge, fand man für das Bläserwochenende eine in allen Belangen erstklassige Einrichtung und Betreuung vor. Nach der Einquartierung und einem gemeinsamen Abendessen startete dann die erste Probeneinheit mit Chorleiter Herbert Schott. Diese Änderung wurde kurzfristig notwendig, da LPW Wanner wegen einer Autopanne noch nicht eingetroffen war. Einem musikalischen Geburtstagsgruß an Dirk Weber, folgte dann die Einstudierung eines neuen Marsches. Ein anstrengender, aber erfolgreicher Tag, brachte dann der Samstag. Nach dem Frühstück führte LPW Albert Wanner die Teilnehmer in die Welt des Swings ein. Theoretischen Informationen folgten Swing Basis Übungen und es dauerte nicht lange bis die ersten Lieder in dem neuen Rhythmus erklangen - am Anfang noch gewöhnungsbedürftig, aber mit zunehmender Dauer immer besser und zum Schluss auch teilweise schon aufführungsreif. LPW Wanner verstand es in seiner einmaligen Art die Chormitglieder zu motivieren und auch zu begeistern, was ihm von den Bläsern mit hoher Arbeitsbereitschaft und Ausdauer zurückgegeben wurde. Der Probentag wurde nur durch die Mahlzeiten und kurze Pausen unterbrochen und endete erst gegen 21.30 Uhr. Danach traf man sich noch für einige Stunden in der gemütlich eingerichteten Bierstube des Hauses um sich zu entspannen, zu fachsimpeln und immer wieder hörte man einige Mitglieder das “da-wa-du-wa-du” des Swings vor sich hin trällern. Der Sonntag begann, nach einer kurzen Nacht, mit einer Probe vor dem Gottesdienst in der Hauskapelle. Neben der üblichen Choralbegleitung spielte der Chor neu erlernte Stück wie “One Moment in Time” von Albert Hammond und John Bettis, sowie das bekannte Spiritual “Rock my Soul” in fünf verschiedenen Sätzen. Die Gottesdienstbesucher spendeten spontanen Applaus und viel Lob und Anerkennung. Nach dem Gottesdienst war bis zum Mittagessen wieder Proben angesagt. Mit Swing-Etüden wurde das Erlernte immer wieder in Erinnerung gerufen und vertieft. Den Abschluss bildete das flotte Spiritual “Josua fit theBattle of Jericho”. Chorleiter Herbert Schott dankte zum Abschluss LPW Wanner für sein Engagement und seine Geduld und sein Einfühlungsvermögen. Dieser erwiderte den Dank an die Teilnehmer und erwähnte besonders die Ausdauer und den unbedingten Willen zum Erlernen dieses Musikstils. Wöchentliches Blasen der Etüden und auch weitere Übungseinheiten seien angesagt um sicher in dieser Stilrichtung zu werden, betonte der Landesposaunenwart abschließend.
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