Der Ostermarkt - Eine Tradition die Verbindet !!!

Der Ostermarkt in Groß-Felda kann auf eine lange Tradition zurück verweisen und war auch schon vor mehreren Jahrzehnten der Besuchermagnet schlecht hin. Die Beliebtheit des Ostermarktes unter den Bürgern seit Beginn nicht an Stärke verloren, so dass der Veranstalter auch in diesem Jahr wieder mit einer bis auf den letzten Platz gefüllten Feldahalle rechnet.

Wie Ernst Uwe Offhaus, der sich ausgiebig mit der Geschichte des Feldatals befasst, mitteilte, blicken die Markttage über Ostern auf eine lange Tradition zurück. Bereits Ende des 18. Jahrhunderts herrschte in Groß-Felda reger Handel, allerdings gab es zu dieser Zeit noch keine genehmigten Markttage. Wie aus einem neu bekannt gewordenen Protokollauszug  der Großherzoglich hessischen Regierung zu entnehmen ist, wurden bereits 1812 mehrere Vieh und Krämermärkte abgehalten. In diesem Schreiben erbittet die Gemeinde Feldatal den Erlass von Zollabgaben.  Seit 1824 ist offiziell aus weiteren Schriften zu ersehen, dass  zwei Viehmärkte und drei Krämermärkte mit Genehmigung der Regierung in Groß-Felda abgehalten wurden. Die Viehmärkte fanden am 3. Osterfeiertag und im Juli statt. Die Krämermärkte fanden am 3. Osterfeiertag, am 11. November und am 5. Dezember statt. Von all diesen Markttagen ist nur noch der Ostermarkt geblieben. Wie Offhaus weiter mitteilte, war der Ostermarkt auch schon früher bei den Bürgern sehr beliebt gewesen und lockte Menschen aus den umliegenden Orten nach Groß-Felda. Nach einigen Ruhejahren während des zweiten Weltkrieges wurde das Markttreiben bereits 1947 wieder aufgenommen.

In den fünfziger Jahren wurde der Markt dann vom alten Marktplatz aus verkehrstechnischen Gründen in die Schulstraße verlegt. Von diesem Zeitpunkt an ging es mit dem Markt stetig bergauf. So wurde ein Karussell und eine Schiffschaukel auf dem Hof der Familie Uhlig aufgebaut, um so den Unterhaltungsfaktor des Marktes zu steigern. Bis zur Gebietsreform mit Gründung der Gemeinde Feldatal, war der Ostermarkt ein reiner Vieh- und Krämermarkt. Allerdings war es unter den Bauern der Umgebung üblich im Anschluss an den Markt , in die Wirtschaft zu gehen und gemeinsam zu essen. Der Chronik des evangelischen Posaunenchores ist zu entnehmen, dass man in der Zeit der Gebietsreform über eine Umgestaltung des Ostermarktes nachdachte. Ab dem Jahr 1973 gestalteten dann der Spielmannszug und der Posaunenchor dieses große Volksfest gemeinsam. Für beide Vereine war dies eine Menge Arbeit, denn damals musste noch ein Festzelt aufgestellt werden. Die Mühe wurde von den Gästen des Marktes honoriert. Aus nah und fern kamen die Besucher zu dem Ostermarkt nach Groß-Felda und so war das 600 Personen große Festzelt an beiden Tagen immer voll besetzt. Bei diesem ersten Anlauf wirkten neben den Veranstaltern auch die Gesangvereine aus Kestrich und Windhausen, ein Gesangsduo aus Sellnrod, der Musikverein Schotten, eine bayrische Kapelle und eine 40 Mann starke US Kapelle aus Frankfurt mit. Zusätzlich zu dem traditionellen Vieh- und Krämermarkt präsentierten sich die heimischen Firmen mit einer Ausstellung im neuen evangelischen Gemeindezentrum.  

Bereits im folgenden Jahr wurde ein größeres Festzelt, welches 1000 Personen aufnahm, auf dem Hof der Gemeindeverwaltung von den beiden Vereinen aufgestellt.  Auch das Programm war wieder so gestaltet, dass das große Zelt immer voll besetzt war. Höhepunkt dieser Veranstaltung war der Auftritt der Egerländer Musikanten unter Leitung von Rudi Kuchler. Bereits in den beiden nächsten Jahren 1975 und 1976 konnte man feststellen, dass die Umgestaltung des Traditionsmarktes  eine richtige Entscheidung war, denn dieses Fest wurde mehr oder weniger zum Selbstläufer. Presseberichte aus der damaligen Zeit verkünden dies mit den Überschriften wie "Ostermarkt vereinte Tausende im Feldatal" oder "Groß-Feldaer Ostermarkt ein großer Besuchermagnet." In 1977 trennten sich die beiden Vereine als Gemeinschaftsveranstalter und seit dieser Zeit liegt die Durchführung und Organisation bis heute allein in den Händen des Spielmanns- und Fanfarenzuges Groß-Felda. In all den vergangenen Jahren ist es dem Verein immer gelungen ein attraktives Programm zusammenzustellen und namhafte Kapellen zu verpflichten. Mit dem Bau der Feldahalle war es dann auch nicht mehr nötig ein Festzelt aufzubauen, und die Veranstaltungen fanden dann in einer attraktiveren Umgebung statt. Die Bedeutung des Ostermarktes für die Landwirtschaft ist heute gering. Der Markt zielt in erster Linie auf die Interessen der Ortsbürger ab und so steht der Unterhaltungsfaktor ganz oben auf der Liste. Seit einigen Jahren hat er Spielmannszug auch eine alte Tradition wieder aufleben lassen. Der Spielmannszug lädt die Bürger des Feldatals mit musikalischen Klängen zum Frühschoppen am Dienstag ein. Hierzu laufen die Musiker durch den Ort. Gefolgt von den Mitgliedern der Gemeindegremien werden so die Bürger in die Feldahalle geleitet.

Ostermarkt 2004

Ostermarkt 2008

Ostermarkt 2007

Ostermarkt 2005