Feldatal, Groß-Felda (hs). Im evangelischen Posaunenchor steht die musikalische Fortbildung der Bläserinnen und Bläser traditionell hoch im Kurs. Neben der Teilnahme an den vom Posaunenwerk angebotenen Lehrgängen bietet der Chor einmal pro Jahr ein Bläserwochenende an um für die vielfältigen Aufgaben eines Posaunenchores gut gerüstet zu sein. Fanden die letzten Bläserfreizeiten in der Regel außerhalb statt, so entschloss sich der Vorstand in diesem Jahr einmal einen neuen Weg einzuschlagen und auszuprobieren. Ausschlaggebend für diese Maßnahme waren unter anderem auch Kostengründe. Das Schulungswochenende mit Landesposaunenwart Albert Wanner fand diesmal im evangelischen Gemeindezentrum in Groß-Felda statt und die Idee hat sich nach den Erfahrungen der letzten Woche als durchaus richtig erwiesen.

Der Start in die Schulungsarbeit mit insgesamt über 30 Bläserinnen und Bläser war am Freitagabend gegen 19.00 Uhr. In den nächsten drei Stunden kamen alle Beteiligten schon einmal kräftig ins Schwitzen. Nach den erforderlichen Einblasübungen standen der „Tiger Rag“ und weitere Swingstücke auf dem Programm. Mit diesem Einstieg sollte Swingstil, den man bereits in früheren Lehrgängen gelernt hatte, wieder etwas aufgefrischt werden.

Am Samstagmorgen ging es dann im Gemeindezentrum weiter. Bis zum gemeinsamen Mittagessen gegen 13.00 Uhr wurde fleißig für den Gottesdienst am Sonntag geübt. Unter anderem standen eine Eingangsmusik zu dem Choral „Tut mit auf die schöne Pforte“ und eine achtstimmige Intrada von Pietro Torri auf dem Programm.

Danach wurde dann bis zur Kaffeepause eine „Hymn“ von Karl Jenkins einstudiert und der Probensamstag schloss mit dem Stück „Highland Cathedral“ und mit dem traditionellen Spiritual „Kumba Ya, My Lord“. Landesposaunenwart Albert Wanner verstand es an den beiden Probentag in seiner einmaligen Art, die Chormitglieder für die anspruchsvollen Stücke immer wieder neu zu motivieren und zu begeistern, was ihm von den Bläserinnen und Bläsern, unter ihnen auch der Nachwuchs des Chores, mit hoher Arbeitsbereitschaft und Ausdauer zurückgegeben wurde. Besonders bei der Probe für das Stück „Highland Cathedral“

mussten die Bläserinnen und Bläser an ihre Grenzen gehen. Dies galt besonders im Bezug auf die von LPW Wanner geforderte Dynamik und Lautstärke. Ein zweifaches pianissimo war ihm immer noch zu laut und er forderte immer und immer wieder die Lautstärke bis zu einem 14fachen Piano, so wie er es ausdrückte, zu reduzieren. Nach einem gemeinsamen Abendessen saß man noch in gemütlicher Rund zusammen um zu entspannen und zu fachsimpeln. Nach einer kurzen Nacht begann der Sonntagmorgen mit einer Probe vor dem Gottesdienst in der Windhäuser Kirche. Dieser Gottesdienst wurde für die Zuhörer und auch für die Bläserinnen und Bläser selbst zum krönenden Abschluss des Schulungswochenendes.

Dafür sorgten die Leistungen des Chores und auch die tolle Akustik der Kirche. Es war schon beeindruckend, als die Oberstimmen bei den diversen Stücken, gespielt von Manfred Dreiucker auf de kleinen „Hoch-B -Trompete“, erklangen und auch wie sich das „Highland Cathedral vom mezzo Forte über das mehrfache Piano und schließlich sich als Fortissimo zum Ende hin zu einem brausender Sturm entwickelte. Die Gottesdienstbesucher dankten es den Bläserinnen und Bläsern mit einem spontanen Applaus in den sich auch LPW Wanner, an die Bläser gerichtet, einreihte. Am Ende waren sich alle einig, dass solche Übungswochenenden für einen guten Chorklang unbedingt notwendig sind und auch fortgesetzt werden sollen.

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