|
Dekanatsposaunentag in Groß-Felda Chor feiert 50 jähriges Jubiläum mit Gottesdienst und über 200 Blechbläsern Seit 50 Jahren gibt es den Evangelischen Posaunenchor Groß-Felda nunmehr schon. Dieses Jubiläum war für das Geburtstagskind Grund genug einen Dekanatsposaunentag in Groß-Felda zu veranstalten und so das Chorjubiläum in einem würdigen Rahmen zu begehen. Über 200 Blechbläser waren zusammen gekommen, um gemeinsam mit ihren Instrumenten Gott zu preisen und zu loben. Bereits in den Wochen zuvor hatten sich die Bläser getroffen, um die einzelnen Musikstücke für diesen Gottesdienst mit ihrem Landesposaunenwart Albert Wanner einzustudieren. Ein beeindruckendes Klangerlebnis war es schon als die vielen Instrumente am Sonntagmorgen in der festlich geschmückten Feldhalle ertönten und den Festgottesdienst eröffneten.
Unter der Leitung von Landesposaunenwart Albert Wanner eröffneten die Bläser mit dem „Einzug“ von Traugott Fünfgeld. Die Gäste in der bis auf den letzten Platz besetzten Feldahalle staunten nicht schlecht, über die Gewalt und die Ausdrucksstärke der vielen Blechblasinstumente. Pfarrvikarin Susanne Gessner zeigte sich erfreut die so zahlreich erschienenen Gäste und Musiker, zu diesem besonderen Gottesdienst in Groß-Felda begrüßen zu können. 50 Jahre Posaunenchor Groß-Felda sei ein schöner Anlass, einen solchen Festgottesdienst zu feiern. Der Evangelische Posaunenchor Groß -Felda habe in seinen 50 Jahren unzähligen Menschen Freude bereitet und immer wieder die Instrumente ertönen lassen, um Gott zu loben. Nach einem doppelchörigen Vorspiel erklang der Choral „Nun danket alle Gott“ und vor der Predigt spielte und sang man das Lied „Du, meine Seele singe“ nach einem Satz von Matthias Ernst. Die Besonderheit dabei war, dass alle gesungenen Strophen unterschiedlich gesetzt waren und der „cantus firmus“ in den einzelnen Stimmen immer wieder wechselte. Dekan Dr. Jürgen Sauer ging in seiner Festpredigt besonders auf die Bedeutung der Musik ein. In dem bekannten Lied von Herbert Grönemeyer „Musik nur wenn sie laut ist…“, besingt der Künstler bereits die Kraft und die Wirkung der Musik. Die Musik verändere das Lebensgefühl und wirke über den Körper auf die Seele. Die Musik sei kein Pausenfüller in einem Gottesdienst sondern vielmehr Bestandteil desselben. Mittels der Musik könne man den Glauben viel besser zum Ausdruck bringen und Situationen darstellen, viel besser als man dieses mit Worten jemals könne. Durch die Musik könne man den Dank über Gott und all das Gute im Leben zu Gehör bringen, gleichzeitig aber auch die Trauer und Gefühle verarbeiten. Musik sei zutiefst menschlich, habe aber gleichzeitig eine göttliche Wirkung, so der Dekan. Gott mag Musik auch und besonders wenn sie laut ist und so sei das Ertönen einer Blechbläsergruppe immer auch Ausdruck des Glaubens. Nicht umsonst seien in der Bibel zahlreiche Stellen zu finden, in der bereits die Musik der Blechbläser und deren Wirkung beschrieben wurde. So sei Jesus unter dem Klang der Posaunen in den Himmel aufgefahren und ebenfalls waren es die Posaunen, die die Mauern von Jericho zum Einsturz brachten. Nach der Predigt spielte und sang man noch weitere vier Strophen des vorherigen Liedes. Der Präses der Dekanatssynode Horst Schopbach, überbrachte die Grüße des Dekanates Alsfeld und des Dekanatssynodalvorstandes. Schopbach gratulierte dem evangelischen Posaunenchor Groß-Felda zu seinem besonderen Jubiläum und würdigte die musikalische Verkündungsarbeit des Chores. Es sei schön mit anzusehen, wie in Groß-Felda die musikalischen Fähigkeiten in die Arbeit der Kirche eingebracht werden. Die Musik sei direktes Handeln von Menschen für Menschen, die durch die Töne der Blechbläser Freude erfahren würden. Mittels der kräftigen Töne der Instrumente werde die frohe Botschaft Jesu auf musikalische Weise verbreitet, so Schopbach. Die Vorsitzende des Bezirk Oberhessen im Posaunenwerk der EKHN, Lydia Appel-Moritz hatte an diesem Tag die erfreuliche Aufgabe dem Chor selbst und dann noch Ehrungen für langjährige Chorzugehörigkeit vorzunehmen. Zunächst überreichte sie eine Dankesurkunde des Posaunenwerkes der EKHN an den Chor für die nunmehr 50 jährige Arbeit im Posaunenwerk. Appel-Moritz zeigte sich besonders erfreut darüber, dass noch immer fünf Gründungsmitglieder des Chores aktiv tätig seien. Erwin Steinbrecher, Helmut Birkenhauer, Gerd Fröhlich, Karl Heinz Rupp und Artur Weber seien damals dabei gewesen, als der Chor sich zum ersten Male zusammengefunden habe. Nicht von der ersten Stunde dabei, aber trotzdem schon seit 50 Jahren mit im Chor ist Alwin Werth, der ebenfalls für diese Zeit ausgezeichnet wurde. Für ihre 40 jährige Zugehörigkeit zum evangelischen Posaunenchor Groß-Felda wurden Wilfried Tuppi, Wolfgang Kämmerer und Joachim Weiß ausgezeichnet. Seit 25 Jahren gehören Dirk Weber und Holger Eißfeller dem Chor an.
Die silberne Bläsernadel für den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung erhielten Katja Habermehl, Matthias Langer, Niko Mettler, Maximilian Leitner, Laura Habermehl, Ann-Christin Wahl, Franziska Steuernagel, Felix Seifert, Winfried Sprakties, Karl Sprakties, Bernd Klaus, Robin Klaus, Max Schedalke, Leon Schlosser, Magdalena Dörr und Vera Momberger.
Nach all diesen Ehrungen hörten die Gottesdienstbesucher noch das Stück „Slow and Easy“ von Jürgen Hahn. Mit dem Lied „ Freunde, dass der Mandelzweig“ und dem Segen endete der Festgottesdienst und zum Ausgang ertönten noch einmal die „Posaunen“. Mit dem gewaltigen Doppelchor „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ von Joseph Haydn verabschiedeten sie die Gäste . Im Anschluss an den Gottesdienst hatte das Geburtskind dann zu einem gemeinsamen Mittagessen und zu Kaffee und Kuchen geladen.
|