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Ein Dorf voller Musik
Musikalisches Festwochenende ist Höhepunkt der Feierlichkeiten zum Chorjubiläum
Ein solches Festwochenende hat Groß-Felda schon lange nicht mehr gesehen. Der evangelische Posaunenchor Groß-Felda feierte seinen 50. Geburtstag mit einem großen musikalischen
Wochenende. Bereits am Samstag herrschte in der Feldahalle Hochbetrieb, als der Chor vor allem das jüngere Publikum zur Mallorca Schaumparty geladen hatte.

Am Sonntag kamen dann vor allem die Freunde der Blasmusik auf ihre Kosten. Der Chorleiter des Geburtstagskindes,
Herbert Schott, hatte sich etwas ganz besonderes einfallen lassen, um die Freunde der Blasmusik zu begeistern. Pünktlich um 12.30 Uhr startete ein Sternmarsch der Blaskapellen. Insgesamt vier Musikgruppen marschierten von den
jeweiligen Ortseingängen in Richtung Feldahalle, wo dann das große Fest starten sollte. Das Geburtstagskind starte seinen Marsch am Ortsausgang von Zeilbach her kommend und marschierte eine Runde durch den Ort, vorbei an den
unzähligen warteten Gästen. Auf dem Platz vor der Feldahalle nahm das Geburtstagskind dann die befreundeten Musikgruppen in Empfang. Der Spielmanns- und Fanfarenzug Groß-Felda kam aus Kestrich, die Blasorchester aus Wölfis
vom Ermenrod her und der Musikverein Leusel marschierte die „Moos“ herunter. Vor der Feldahalle sammelten sich die
Musiker, um gemeinsam ein Ständchen zu spielen. Die beiden Märsche „Mit Sang und Klang“ und „Preußens Gloria“ wurden hier zum Besten gegeben und die Zuschauer waren von diesem Massenchor mit über 100 Bläserinnen
und Bläser begeistert. Der Spielmanns- und Fanfarenzug leitete die Stücke jeweils mit der „Locke“ ein und die übrigen Blechbläser stimmten dann mit ein. Dirigiert wurden die vier Gruppen bei diesem Platzkonzert von
Chorleiter Herbert Schott. Mit diesem gemeinsamen Auftritt der Musikgruppen geht auch ein lang gehegter Wunsch der Ehrenvorsitzenden des Spielmanns- und Fanfarenzuges, Regina Koch, in Erfüllung. Vor vielen Jahren
standen der Posaunenchor Groß-Felda und der Spielmannszug öfters gemeinsam auf der Bühne und genau diese beiden Märsche wurden damals immer gespielt. Ich freue mich, dass ich diesen Moment noch einmal erleben
konnte“, freute sich Regina Koch nach dem Platzkonzert.
Nach diesem Sternmarsch und dem Platzkonzert ging es in der Feldahalle mit reichlich Musik weiter. Der Spielmanns-
und Fanfarenzug Groß-Felda marschierte mit Musik in die Halle ein und brachte dem Geburtstagskind ein musikalisches
Ständchen, bevor der Vorsitzende des Posaunenchores, Gerhard Zulauf, die Gäste begrüßen konnte. Bis auf den letzten
Platz gefüllt war die Feldahalle an diesem Sonntag. Jeder Winkel wurde ausgefüllt und zusätzliche Tische aufgestellt.
Sogar im Außenbereich vor dem Notausgang sammelten sich die Freunde der Musik, um den Klängen der Musikgruppen
zu lauschen. Egal ob alt oder jung, alle Altersklassen waren in dem Publikum vertreten und freuten sich an der Musik. Als weitere Gruppe stand die Blaskappelle aus Wölfis auf der Bühne und verwöhnte die Gäste mit einem wahren
musikalischen Leckerbissen. Über eine Stunde machten die Gäste aus Thüringen Musik und sorgten so für beste Stimmung in der Halle. Mit dem Blasorchester aus Wölfis verbindet die Feldataler schon eine fast 15jährige
Freundschaft, die sich durch immer wiederkehrende Gegenbesuche auszeichnet und in all den Jahren sich schon zu einer Freundschaft entwickelt hat.Die 35 Musiker aus Wölfis überbrachten dem Geburtstagskind einen „Musikalischen
Blumenstrauß“ und begeisterten mit ihrem exakten und schmissigem Spiel die Zuhörer in der Feldahalle. Aufgelockert
wurde ihr Spiel durch kurze Gedichte zur Musik, die die anwesenden Musiker aber auch das Publikum zum schmunzeln brachten.
 Auch der Musikverein Leusel lies es sich an diesem Tag nicht nehmen, die Festgesellschaft mit Blasmusik zu verwöhnen
. Auch mit dieser Gruppe verbindet den Posaunenchor aus Groß-Felda schon eine lange Freundschaft aus der Zeit, wo
man sich in Leusel auch noch „Posaunenchor“ nannte. Unter der Leitung von Matthias Koch boten die Leuseler ein
Querschnitt durch die klassische Blasmusik wozu in erster Linie Polkas und Walzer aus dem Egerland gehörten. Genau mit dieser dynamisch und exakt gespielten Musik begeisterten sie die Besucher in der Feldahalle.
Im weiteren Verlauf des Nachmittages bezog dann der Musikverein aus Herbstein Einzug auf der Bühne der Feldhalle.
Dirigent Anton Thrin hatte dabei sein Orchester voll im Griff die Bläserinnen und Bläser zeigten ihr Können bei ihrem
rund ein- stündigen Auftritt. zu ihrem reichhaltigen und abwechslungsreichen Programm gehörten wie bei allen anderen
Gruppen die Highlights aus der Blasmusik von „Mosch bis Payer“. Das Publikum dankte es ihnen mit immer wieder begeistertem Applaus.
Den Abschluss des musikalischen Nachmittages bildeten die Antrifftaler Musikanten. Die Musiker gaben als letzte Gruppe des Programms noch einmal alles und rundeten das gelungene musikalische Programm ab. Alle auftretenden
Musikgruppen kam ohne Zugaben nicht von der Bühne. Das musikkundige Publikum ging bei den einzelnen Stücken immer richtig mit, was natürlich auch die einzelnen Musiker bei ihrem Spiel positiv stimulierte.
Nach über vier Stunden „Non-Stopp-Blasmusik“ endete eine tolle Geburtstagsfeier an die sich das Geburtstagskind
selbst, die vielen Zuschauer und auch die teilnehmenden Gruppen noch lange erinnern werden.
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