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Unter freiem Himmel trafen sich am vergangenen Samstag die Christen des Feldatals, um gemeinsam das traditionelle Osterfeuer zu entzünden und bei einer Andacht ihren Glauben zu
bekennen. Zum elften Mal jährt sich nun schon das Osterfeuer auf dem Grillplatz in Feldatal-Windhausen und es zieht immer wieder viele Besucher an. Die drei Kirchengemeinden aus Groß
-Felda, Kestrich und Windhausen hielten auch in diesem Jahr an diesem schönen Brauch fest. Die Feuerwehr Windhausen hatte wieder einen stattlichen Holzstapel aufgeschichtet und sorgte auch im
späteren Verlauf der Feier für Getränke. Die diesjährigen Konfirmanden unter Mithilfe einiger Eltern waren für die Verpflegung der Gäste zuständig und reichten leckere Grillwürstchen. Vielen
waren wieder gekommen um den eigentlichen Sinn des Osterfestes „Die Auferstehung Christi“ rund um das „Osterfeuer“ zu feiern. Pfarrerin Susanne Gessner zeigte sich erfreut über den guten Besuch
und ging nach einem musikalischen Vorspiel des Evangelischen Posaunenchores Groß-Felda in einer Lesung zunächst auf die Grablegung Jesu ein. Danach sang die Gemeinde den Choral „Holz auf Jesu
Schulter“ um dann einigen Gedanken zu dieser Osternacht zu folgen. In dieser Nacht, die anders ist als alle Nächte, begreifen wir Christen die Auferstehung Jesu als neue Schöpfung. Wir erinnern uns
mit Israel an die Geschichte der Befreiung aus der Knechtschaft in Ägypten und die Errettung aus dem Schilfmeer. In dieser Nacht verwandelte sich der Schweiß der Angst und der Unterdrückung in
Freudentränen. Auf dem Weg durch die Wüste zog Gott mit seinem Volk am Tage in einer Wolkensäule vor ihnen her und in der Nacht loderte sein Feuer vor ihnen her auf dem Weg in das
gelobte Land. In dieser Nacht, die anders ist als alle anderen Nächte, wagen wir den Blick auf die Scheiterhaufen unseres Lebens, aufgerichtet aus den Holzscheiten unserer Fehler, unserer Eitelkeit,
unserer Ohnmacht und unserer Einsamkeit. In dieser Nacht wird auch die ewige Ruhe des Grabes aufgestört. Es wird ein Funke erfacht, der zunächst kaum zu sehen ist, dann aber zu hellen Flammen
wird, brennend wie Gottes Liebe zu uns Menschen. Diese Gedanken zur Osternacht von Pfarrerin Susanne Gessner wurden durch verschiedene Osterchoräle und den gemeinsamen Ruf „Kyrie
eleison“ und Momenten der Stille immer wieder unterbrochen, bis schließlich der Funke auch auf das Osterfeuer in Windhausen übersprang und dieses dann bald hell über dem Feldatal loderte. Mit einer
musikalischen Darbietung von Sophie Steuernagel auf ihrer Gitarre endete die Andacht und man saß noch einige Stunden gemeinsam um das wärmende Feuer.
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