Feldatal-Windhausen (hso). Zu den Osterbräuchen zählen neben dem Osterhasen auch das Osterfeuer und die Ostereier. Das Osterfeuer symbolisiert die Wärme und die Sonne, sollte den Winter und böse Geister vertreiben und liegt in heidnischen Bräuchen. Auch sollte es für ertragreiche Ernten sorgen. Bis heute werden Osterfeuer in vielen Regionen Deutschlands am Abend vor dem Ostersonntag, am Karsamstag, entzündet.  Laut der kirchlichen Tradition symbolisieren die Osterfeuer die Wiederauferstehung Christi – die Osterkerzen werden an ihnen angezündet und in die Kirchen getragen.  So geschieht es auch in den Kirchengemeinden Groß-Felda, Kestrich und Windhausen, wo auf dem Grillplatz in Windhausen seit etlichen Jahren immer das Osterfeuer brennt und eine Andacht abgehalten wird. Eingeladen waren in diesem Jahr auch erstmals die anderen Kirchengemeinden aus dem Gruppenpfarramt.  Die Feuerwehr hatte wieder das Feuer aufgebaut und übernahm während des Abbrennens auch die Brandwache. Die diesjährigen Konfirmanden unter Mithilfe einiger Eltern waren für die Verpflegung der Besucher zuständig und boten leckere Grillwürstchen an. Bei herrlichem Frühlingswetter und erträglichen Temperaturen, waren wieder viele aus Nah und Fern gekommen um die „Auferstehung Christi“ rund um das Osterfeuer zu feiern. Die Sonnenstrahlen der Abendsonne sorgten dabei für eine stimmungsvolle, wärmende Atmosphäre Pfarrerin Susanne Gessner zeigte sich sehr erfreut über den guten Besuch und ging nach einem musikalischen Vorspiel des Posaunenchores Groß-Felda, unter der Leitung von Dirk Weber,  in einer Lesung  zunächst auf die Grablegung Jesu ein. Danach sang die Gemeinde den Choral „Holz auf Jesus Schultern“ um einigen Gedanken von der Pfarrerin zu dieser Osternacht zu folgen. Diese wurden durch weitere Osterchoräle und den gemeinsamen Ruf  „Kyrie eleison“ und Momente der Stille immer wieder unterbrochen. Schließlich sprang auch der Funke auf das Osterfeuer über und dieses loderte dann bald hell über dem Feldatal und spendete eine angenehme Wärme. In der Grillhütte und um das Feuer blieb man im Anschluss noch lange zusammen  um sich mit Würstchen und Getränken zu stärken und sich zu unterhalten. Bei einer Nachtwanderung trugen die Konfirmanden später das Licht des Feuers dann über Stumpertenrod zur Osterkerze nach Hopfmannsfeld, wo dort im Frühgottesdienst die Osterkerze damit angezündet wurde. 

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