Die Chronik !!!

Gründung

Anfangsjahre

Chor und Kirche

Das Repertoir

Nachwuchsarbeit

Der Chor heute

Den Evangelischen Posaunenchor Groß-Felda gibt es in der Feldatalgemeinde nunmehr über 40 Jahre. Der Chor ist in dieser Zeit zu einem wichtigen Kulturträger gereift, was die zahlreichen Einsätze und vielfältigen Aufgaben der Bläserinnen und Bläser dokumentieren. Weiterhin hat der Posaunenchor in den vielen Jahren seines Bestehens, durch die Ausbildung von jungen Menschen, einen wichtigen gesellschaftspolitischen Beitrag im Bereich der Jugendhilfe geleistet und wird dieser wichtigen Aufgabe auch weiterhin gerecht.

Diese Gründungsmitglieder waren beim 40. jährigen Jubiläum noch aktiv.

Helmut Schneider, Gerhard Fröhlich, Otto Habermehl, Erwin Steinbrecher, Helmut Birkenhauer, Gerhard Völzing (leider nicht mehr dabei), Karl Heinz Rupp und Artur Weber

Die Gründung

Alles begann am 16. August 1959. Aus Klingelbach im Taunus kamen 18 Bläser mit ihrem Leiter, Herrn Dekan Künkel, dem Vater unseres damaligen Gemeindepfarrers Wolfgang Künkel, zu uns und spielten zu den Gottesdiensten in Windhausen, Kestrich und Groß-Felda. In allen drei Gemeinden fand dieses Blasen einen so großen Anklang, daß Pfarrer Künkel - zuerst von Willi Geiß - angesprochen wurde, ob man nicht auch in Groß-Felda einen Posaunenchor gründen könne. Alles was dazu gehörte fehlte natürlich in Groß-Felda. Es gab keine Instrumente, Noten und auch keine Bläser. Das erste handfeste Angebot kam von dem damaligen Bürgermeister Otto Schneider, der sagte :”Herr Pfarrer, wenn es Ihnen gelingt einen Posaunenchor zu gründen, wird die Gemeinde 200 DM geben”. Dieses Versprechen wurde dann später im Januar 1960 von ihm eingelöst. Es vergingen einige Wochen, bis im Oktober Gerhard Fröhlich die ersten Instrumente aufgetrieben hatte. Innerhalb weniger Wochen waren so viele bereit mitzumachen, daß ein kleiner Chor gegründet werden konnte. In der Woche vor dem 1. Advent 1959 trafen sich folgende Bläser zum ersten Mal:

Helmut Schneider, Gerhard Fröhlich, Erwin Steinbrecher, Otto Habermehl, Gerhard Völzing, Heinz Roth, Karl Heinz Rupp, Dieter Scholl, Werner Meyreiß, Walter Wendland, Artur Weber, Hans Werner Völzing, Heinrich Greb, Helmut Birkenhauer, Gerhard Seim und Willi Geiß.

 

Die Anfangsjahre

Im alten Pfarrhaus wurde nun fast jeden Abend geprobt, denn es sollte am 1. Weihnachtsfeiertag zum ersten öffentlichen Auftritt kommen. Die Ausdauer der Bläser und die Geduld der Nachbarn waren dabei sehr bewundernswert. Wenn auch gar mancher Ton noch daneben ging, so war doch die Freude bei der Gemeinde und bei den Bläsern nach dem ersten Auftritt an Weihnachten sehr groß. Nicht nur, daß man sich unserer finanziellen Sorgen annahm; dieses Ereignis hatte auch noch einen weiteren positiven Nebeneffekt:

Es kamen weitere interessierte junge Leute dazu, die im Posaunenchor mitmachen wollten. Unser Chor wuchs auf 23 Bläser an. Durch die Initiative in Groß-Felda angetrieben wurden nun auch Chöre in den umliegenden Gemeinden gegründet.

Ein erstes großes Ereignis war für alle Bläser die Teilnahme am 6. Landesposaunentag in Lampertheim 1963. Hier erklangen über 1000 Instrumente auf einmal um Gott zu loben.

Der Chor führte Fahrten und Bläserfreizeiten durch. Willi Geiß nahm regelmäßig an Chorleiterschulungen des Posaunenwerkes teil und konnte schon bald nach dem Weggang von Pfarrer Künkel aus Groß-Felda die Leitung des Chores übernehmen.

Auch in Groß-Felda wurden immer wieder Schulungswochen für den Chor durch die damaligen Landesposaunenwarte König und Both abgehalten. Es folgten regelmäßig in all den Jahren bläserische Treffen wie etwa zum Oberhessisches Posaunentag und zu den jeweiligen Landesposaunentagen. Jedes Mal kehrte der Chor mit neuer Kraft und frohem Mut in die Gemeinde zurück, um die Bläserarbeit fortzusetzen.

Auch einige Freizeiten mit anderen Posaunenchören auf der Lindenmühle bei Klingelbach, am Heisterberger Weiher, in Rod am Berg und in Kaub am Rhein haben unserem Chor immer wieder zu neuer Zurüstung verholfen. Aus dieser Zeit rührt auch noch die bis heute andauernde enge Freundschaft zu den Bläsern vom Posaunenchor in Schwarz.

 

Der Chor und die Kirchengemeinde

Eine erste große Belastungsprobe hatte der Chor beim Weggang des Gemeindepfarrers Künkel zu bestehen. Doch gut gefestigt kam man auch über dieses Ereignis hinweg.

Sein Nachfolger wurde Wolfgang Drommeshauser, der durch seine besonderen Fähigkeiten als Kirchenmusiker dem Chor von großem Nutzen war.

Ihm folgte 1966 Pfarrer Klaus Steckenreuther, der ebenfalls immer ein offenes Ohr für die Belange des Chores hatte und den Chor auch als aktiver Bläser unterstützte. Er verließ die Gemeinde im Mai 1976. Nach einer halbjährigen Vakanzzeit wurde die Pfarrstelle in Groß-Felda mit Pfarrer Hans Jürgen Ramelow neu besetzt. Auch dieser Pfarrer unterstützte den Chor und es gab auch mit ihm keine Probleme, wie sie immer einmal von anderen, befreundeten Chören zu hören waren. Aber auch Pfarrer Ramelow verließ Groß-Felda nach nur 3 Jahren in Richtung Bobenhausen und es kam nun eine längere Zeit ohne Pfarrer in unserer Kirchengemeinde.

Erst im November 1983 wurde die Pfarrstelle in Groß-Felda wieder neu besetzt. Pfarrer Volker Hofmann kam in unsere Gemeinde. Der heutige Dekan in Nieder-Ohmen lernte in Groß-Felda das Posaune spielen und bläst auch an seiner neuen Wirkungsstätte im dortigen Chor mit. Inzwishen hat er Nieder-Ohmen wieder verlassen und ist nun als Pfarrer in Frankfurt tätig. Trotz dieser häufigen Wechsel der Pfarrer können wir heute nach nunmehr über 40 Jahren feststellen, daß der Posaunenchor und seine Arbeit nie darunter gelitten haben.

Der Chor wuchs und wuchs in all den Jahren. Immer mehr junge Leute und auch manch “alter Neuling” kamen hinzu, um ihren Platz im Chor einzunehmen. Die gute Arbeit und auch die Geselligkeit und das Zusammengehörigkeitsgefühl im Chor sorgten dafür, daß viele ein echtes Zuhause im Kreis der Mitbläser fanden.

Diese positive Entwicklung des Chores wurde vor allem durch den inzwischen verstorbenen Ehrenchorleiter Willi Geiß geprägt. Das gute Miteinander und das positive Klime unter den Musikern ist bis zum heutigen Tag der Schlüssel zum Erfolg bei dieser “Truppe”, worum man vielerorts beneidet wird.

 

Das Repertoir

In den ersten Jahren erstreckte sich das Blasen auf Choräle, Volkslieder und Intraden. Man merkte jedoch im Chor schon bald, daß auch die “Volksmusik” bei den Bläserinnen und Bläsern Anklang fand. Von neuem Ergeiz angetrieben wagten sich die Bläser an leichte Walzer, Polkas und Märsche heran. Durch intensive Probenarbeit und trotz anfänglicher Schwierigkeiten mit den “Offiziellen” des Posaunenwerkes Hessen ob dieser Art von Musik, haben die Chormitglieder bis heute viel Spaß an dieser Musikrichtung und werden sie auch weiterhin pflegen.

Zu betonen ist an dieser Stelle auch, daß die jeweiligen Pfarrer und auch die Kirchenvorstände diese vielseitige Tätigkeit des Chores nie boykottierten und den Chor immer voll unterstützten.

Der Posaunenchor hat in den Jahren seines Bestehens einen Leistungsstand erreicht, der ihn, ohne überheblich zu sein, über die Ortsgrenzen hinaus bekannt gemacht hat.

Seine Auftritte bei Jubiläen, Geburtstagen, in den Gottesdiensten und bei vielen örtlichen Veranstaltungen haben die Zuhörer immer wieder begeistert. Daß der Chor sozusagen “In” ist, belegen die zahlreichen Auftritte, die er jedes Jahr zu bewältigen hat. Über 120 Einsätze, die Poben eingeschlossen, zu musikalischen und anderen Aktivitäten, sind für die Chormitglieder keine Seltenheit.

 

Die Nachwuchsarbeit

Seit 1985 leitet Herbert Schott, der seit 1962 selbst Bläser im Chor war, den Posaunenchor Groß-Felda. In dieser Zeit wurden zahlreiche weitere jüngere Chormitglieder zu Chorleitern ausgebildet. Heute wird Herbert Schott bei seiner vielfältigen Arbeit von Dirk Weber unterstützt.

In den Jahren seines Bestehens hat der Chor nie die Nachwuchsarbeit vernachlässigt. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die im Laufe dieser Zeit ausgebildet wurden, übersteigt die heutige Chorstärke bei weitem. Dies ist auch durchaus normal, denn durch Schule, Beruf, Umzug, Heirat, Krankheit und auch durch Tod hat der Chor schon manche Lücke schließen müssen. In der jüngeren Zeit sind auch oft die anderen, neu entdeckten Interessen der Jugendlichen ein Grund zur Trennung von dem Posaunenchor.

Gute Erfahrungen hat Chorleiter Herbert Schott mit der Ausbildung von erwachsenen Bläseranfängern gemacht. Wer sich einmal in dieser Lebensphase für die Ausbildung an einem Blechblasinstrument entscheidet, zeichnet sich durch hohe Motivation und auch durch eine gewisse Bodenständigkeit aus, so Schott.

Neuland betrat der Posaunenchor in 1996 mit der Ausbildung von Klarinetten. Durch den Einsatz dieses Instrumentes soll das Klangbild des Chores, insbesondere bei der Blasmusik, erweitert werden.

 

Der Chor heute

Im Chor 2007 sind im Moment rund 40 Bläserinnen und Bläser aktiv tätig. In Ausbildung befinden sich zur Zeit (ab Januar 2007) drei Klarinettenschülerinnen (bei KaiMi Horst) und 4 Trompetenschüler und zwei Posaunisten bei Dirk Weber. Auch unsere sogenannten “Pensionäre” unterstützen den Chor immer wieder, wenn sie einmal gebraucht werden.

Für die nähere Zukunft überlegt der Vorstand des Posaunenchores ein neues Ausbildungskonzept (wurde teilweise umgesetzt). Chorleiter Herbert Schott denkt an einen Nachwuchschor wo von Anfang an alle Stimmen vertreten sind und die auch dann während der Ausbildung immer wieder einmal als eigenständiger Chor auftreten werden. Auch Bläserlehrgänge, Bläserfreizeiten und Probenwochenenden gehören zu diesem Ausbildungskonzept. Ein anspruchsvolles Vorhaben, welches jedoch nur durch die tatkräftige Unterstützung aller Chormitglieder geleistet werden kann. Die Werbung dafür soll permanent geschehen.Ein Einstieg in dei bestehenden Ausbildugnsgruppen ist jederzeit möglich.

Möge dies dem Chor für die Zukunft weitere Impulse geben und ihn auch neue Kraft verleihen, damit wir weiterhin unseren Dienst verrichten können, getreu unserem Wahlpruch

 

“Gott loben, das ist unser Amt ! “

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